Zum Hauptinhalt springen

10 Alternativen zum Händeschütteln: Begrüßen Sie jeden ohne Keime

Science of People Vor 2 Wochen aktualisiert 14 min read
0:00
Dieser Artikel ist auch verfügbar auf:

Entdecken Sie 10 wissenschaftlich fundierte Alternativen zum Händeschütteln, vom Fist Bump bis zum Augenbrauengruß. Erfahren Sie, wie Sie jeden herzlich begrüßen können, ohne die Hände zu schütteln.

Was sind Alternativen zum Händeschütteln?

Alternativen zum Händeschütteln sind Begrüßungsgesten, die den traditionellen Händedruck von Handfläche zu Handfläche ersetzen, auch bekannt als kontaktlose oder kontaktarme Begrüßungen. Diese Alternativen reichen von Fist Bumps und Ellenbogen-Checks bis hin zu Winken, Nicken und kulturspezifischen Gesten wie der Verbeugung oder der Hand aufs Herz. Sie ermöglichen es Ihnen, jemanden herzlich zu begrüßen, ohne vollen Handkontakt zu haben.

Vielleicht sind Sie gerade dabei, eine Erkältung auszukurieren. Vielleicht hat die Person, die auf Sie zukommt, gerade in ihre Handfläche geniest. Vielleicht bevorzugen Sie einfach weniger körperlichen Kontakt. Was auch immer der Grund sein mag: Zu wissen, wie man jemanden ohne Händeschütteln begrüßt, ist eine Fähigkeit, die es wert ist, sie zu beherrschen.

Hier sind 10 Alternativen, die die Herzlichkeit bewahren, ohne Keime zu übertragen.

Zwei Fachkräfte begrüßen sich mit einem freundlichen Fist Bump in einer modernen Bürolobby, warmes natürliches Licht, beide lächeln

People School 10,000+ students

After People School, Debbie got a $100K raise. Bella landed a role created just for her.

The science-backed training that turns people skills into career results. 12 modules. Live coaching. A community of high-performers.

Warum Händeschütteln wichtig ist (und warum es auch Alternativen sind)

Bevor man den Händedruck ersetzt, hilft es zu verstehen, was ihn überhaupt so wirkungsvoll macht.

Eine im Journal of Personality and Social Psychology veröffentlichte Studie von Forschern der Harvard Business School und der UC Berkeley ergab, dass Verhandlungsführer, die sich vor einem Geschäftsabschluss die Hand gaben, bessere Ergebnisse für beide Seiten erzielten. Sie tauschten Informationen offener aus, logen weniger und machten mehr Zugeständnisse. Nur etwa 30 % der Paare gaben sich spontan die Hand, aber diejenigen, die es taten, schnitten deutlich besser ab.

Körperliche Berührung während eines Händedrucks löst die Freisetzung von Oxytocin aus, was die soziale Bindung fördert und Stress abbaut.[^1] Deshalb fühlt sich ein guter Händedruck wie eine sofortige Verbindung an.

Die Herausforderung: Sie benötigen dasselbe Gefühl der Verbundenheit, auch wenn ein Händeschütteln gerade nicht angebracht ist. Die besten Alternativen unten replizieren diese Herzlichkeit durch Augenkontakt, eine offene Körpersprache und aufrichtige Anerkennung.

Die besten Alternativen zum Händeschütteln replizieren Herzlichkeit durch Augenkontakt, offene Körpersprache und aufrichtige Anerkennung.

10 Alternativen zum Händeschütteln, die tatsächlich funktionieren

#1. Der Fist Bump

Vergessen Sie den Gedanken, dass Fist Bumps unprofessionell sind. Sie sind die wissenschaftlich am besten validierte hygienische Begrüßung, die es gibt.

Eine Studie der Aberystwyth University aus dem Jahr 2014, veröffentlicht im American Journal of Infection Control, ergab, dass Fist Bumps etwa 90 % weniger Bakterien übertragen als Händeschütteln.[^2] Der Grund ist einfach: weniger Hautkontakt und kürzere Dauer. Ein festerer Händedruck überträgt tatsächlich mehr Bakterien, während ein Fist Bump schnell und minimal ist.

So geht’s:

  1. Machen Sie eine entspannte Faust (nicht fest geballt), während Sie noch 1 bis 1,5 Meter entfernt sind, damit die andere Person Ihre Absicht erkennen kann.
  2. Strecken Sie Ihre Faust etwa auf Taillenhöhe aus.
  3. Geben Sie einen leichten, kurzen Stoß – höchstens eine Sekunde lang.
  4. Kombinieren Sie es mit einem Lächeln und Augenkontakt.

Bestens geeignet für: Kollegen, lockere berufliche Umgebungen, jeden, den Sie schon einmal getroffen haben. Barack Obama nutzte den Fist Bump bekanntermaßen bei jedem, vom Hausmeister bis hin zu ausländischen Staatschefs, und half so, ihn im professionellen Kontext zu normalisieren.

Praxis-Tipp: Wenn Ihnen das nächste Mal ein Kollege die Hand entgegenstreckt, versuchen Sie es stattdessen mit einer Faust. Sagen Sie etwas wie: „Ich bin ein Fist-Bump-Typ – das hält uns beide gesund!“ Die meisten Leute lachen und machen sofort mit.

#2. Das Kopfnicken

Das Nicken ist das am meisten unterschätzte Begrüßungswerkzeug in Ihrem Repertoire. Es funktioniert auf jede Distanz, erfordert null körperlichen Kontakt und sendet eine klare Botschaft: Ich sehe dich.

Der Schlüssel liegt im Timing. Wenn jemand auf Sie zukommt und noch mindestens einen Meter entfernt ist, nicken Sie ihm bewusst zu, bevor er die Hand ausstrecken kann. Dies zeigt, dass Sie ihn bereits wahrgenommen haben, was einen Händedruck überflüssig erscheinen lässt.

Die Richtung ist wichtiger, als Sie denken:

  • Nicken nach unten = Respekt und Förmlichkeit. Sie entblößen kurzzeitig Ihre Kopfseite, was Nicht-Aggression signalisiert. Nutzen Sie dies bei Vorgesetzten, Kunden und Personen, die Sie zum ersten Mal treffen.
  • Nicken nach oben = Vertrautheit und Vertrauen. Sie entblößen Ihre Kehle, einen verletzlichen Bereich, was Komfort signalisiert. Reservieren Sie dies für Personen, die Sie bereits kennen.

Profi-Tipp: Forschungen zur nonverbalen Kommunikation zeigen, dass Nicken, während jemand spricht, die Menge an Informationen, die er teilt, um das Drei- bis Vierfache erhöhen kann. Es wirkt wie ein „grünes Licht“, um weiterzusprechen. Das Nicken ist also nicht nur eine Begrüßung – es ist ein Gesprächsbeschleuniger.

#3. Lächeln und Winken

Gesten mit offener Handfläche greifen auf etwas Uraltes zurück. Das Zeigen leerer Handflächen signalisiert: „Ich habe keine Waffen“ und „Ich führe nichts Böses im Schilde“. Der Körperspracheforscher Desmond Morris brachte Signale mit nach oben gerichteten Handflächen mit der Wahrnehmung von Ehrlichkeit und Vertrauenswürdigkeit in Verbindung. Das Publikum bewertet Nutzer offener Handflächen konsistent als nahbarer und glaubwürdiger.

Ein breites, aufrichtiges Lächeln gepaart mit einem Winken ist eine der herzlichsten Begrüßungen, die Sie geben können – ganz ohne Kontakt.

So geht’s:

  1. Nehmen Sie zuerst Augenkontakt auf.
  2. Lächeln Sie aufrichtig (ein echtes Lächeln aktiviert die Muskeln um Ihre Augen, nicht nur Ihren Mund).
  3. Heben Sie eine Hand etwa auf Schulterhöhe mit entspannten und gespreizten Fingern.
  4. Winken Sie 2 bis 3 Mal leicht – nicht hektisch, keine einzelne steife Bewegung.
  5. Fügen Sie ein leichtes Anheben der Augenbrauen für zusätzliche Herzlichkeit hinzu (mehr dazu als Nächstes).

Bestens geeignet für: Gruppen, virtuelle Meetings, Ankunft auf einer Party, Begrüßung von jemandem am anderen Ende des Raumes.

Das Zeigen leerer Handflächen signalisiert ‘Ich habe keine Waffen’ – Gesten mit offener Handfläche werden kulturübergreifend als ehrlicher und vertrauenswürdiger eingestuft.

#4. Das Augenbrauenzucken (Eyebrow Flash)

Dies ist einer der faszinierendsten Befunde in der Verhaltensforschung – und fast niemand spricht darüber.

Der deutsche Verhaltensforscher Irenäus Eibl-Eibesfeldt verbrachte Jahrzehnte damit, unbefangene Interaktionen in Dutzenden von Kulturen mit einer versteckten Kamera mit Winkelspiegel zu filmen. Er dokumentierte den Augenbrauengruß – ein schnelles Anheben und Senken beider Augenbrauen, das etwa eine Fünftelsekunde dauert – in jeder einzelnen Kultur, die er untersuchte: Europäer, Balinesen, Samoaner, Papua-Stämme, südamerikanische indigene Gruppen und mehr. Sogar taubblind geborene Kinder führen ihn aus, wenn sie erkennen, dass sich eine vertraute Person nähert, was darauf hindeutet, dass er biologisch fest in uns verankert und nicht erlernt ist.

Das Zucken weitet Ihre Augen, wodurch das Weiße sichtbarer wird, was dem Gegenüber hilft, sofort zu bestätigen, dass Sie ihn ansehen. Es ist besonders effektiv auf eine Distanz von 6 bis 9 Metern, wo ein Lächeln schwer zu erkennen sein könnte.

So geht’s:

  1. Suchen Sie den Blickkontakt mit der Person, die Sie begrüßen möchten.
  2. Heben Sie schnell beide Augenbrauen an (es sollte sich natürlich anfühlen, nicht übertrieben).
  3. Lassen Sie sie sofort wieder sinken – das Ganze dauert weniger als eine Sekunde.
  4. Kombinieren Sie es mit einem Lächeln oder Nicken für maximale Herzlichkeit.

Kultureller Hinweis: In Japan kann ein Augenbrauengruß in formellen Situationen als unangemessen angesehen werden. Halten Sie sich dort lieber an eine Verbeugung oder ein Nicken.

Bestens geeignet für: Anerkennung aus der Ferne, Kombination mit jeder anderen Begrüßung auf dieser Liste und um jemanden das Gefühl zu geben, sofort erkannt zu werden.

#5. Der Ellenbogen-Check (Elbow Bump)

Der Ellenbogen-Check hat eine längere Geschichte, als die meisten denken. Profiköche nutzen ihn seit Jahrzehnten – sie nennen ihn den „Händedruck des Kochs“ –, weil ihre Hände ständig mit Mehl, Öl oder rohen Zutaten bedeckt sind. Der Begriff „Elbow Bump“ wurde erstmals 1981 dokumentiert, und die WHO förderte ihn während der Vogelgrippe-Angst im Jahr 2006.

Im Jahr 2020 wurde er weltweit bekannt, als der US-amerikanische Surgeon General Jerome Adams ihn auf einer Pressekonferenz demonstrierte und sagte: „Wir sollten das Händeschütteln wahrscheinlich für eine Weile überdenken.“

Die Ironie: Die WHO änderte später ihren Kurs, da den Menschen gesagt wurde, sie sollten in ihre Ellenbogen husten, während sie diese gleichzeitig zur Begrüßung nutzten. Sie empfahlen daraufhin vollständig kontaktlose Alternativen wie die Geste der Hand aufs Herz.

So geht’s:

  1. Beugen Sie Ihren Arm in einem 90-Grad-Winkel.
  2. Tippen Sie mit der Außenseite Ihres Ellenbogens sanft gegen den Ellenbogen der anderen Person.
  3. Halten Sie es leicht – es ist ein Antippen, kein Zusammenstoß.
  4. Lächeln Sie dabei (die leichte Unbeholfenheit gehört zum Charme).

Bestens geeignet für: Halbformelle Situationen, in denen Sie eine gewisse körperliche Verbindung wünschen. Funktioniert gut, wenn jemand eine Hand ausstreckt und Sie schnell ausweichen müssen.

Nahaufnahme von zwei Personen, die sich mit dem Ellenbogen begrüßen, beide lächelnd, in einer hellen, lockeren professionellen Umgebung mit Pflanzen im Hintergrund

#6. Der Fuß-Check (Foot Tap)

Der Fuß-Check – manchmal auch „Wuhan-Shake“ genannt – ging im Februar 2020 viral, als Videos aus Wuhan, China, zeigten, wie Menschen ihre Füße als spielerische, berührungslose Begrüßung aneinandertippten. Innerhalb weniger Wochen

Diesen Artikel teilen

Das könnte dir auch gefallen